Before... (not yet translated)

2006 war es dann passiert: Nach 15 Jahren war ein Deckbrett unserer Terrasse an einer Schwachstelle im Bereich eines Astloches gebrochen. 

Da es sich um kesseldruckimprägniertes Fichtenholz handelte, hatte ich lediglich mit einer Standzeit von 10-12 Jahren gerechnet. Von daher war es okay. Geärgert hatte mich nur, dass ich seinerzeit 19 mm starke Bretter geliefert bekam, obwohl ich 25mm starke Dielen bestellt hatte. Blöderweise hatte ich es erst gemerkt als ich die ersten 10 mit einem Schnitt auf ca. 3,1 m eingekürzt hatte und mir den Querschnitt anschaute (wirklich blöd!). Nach einem Telefonat erfuhr ich, dass 25 mm Stärke zudem über Wochen nicht lieferbar gewesen wäre. Ich hatte mich dann mit der Lieferfirma geeinigt und bekam eine Gutschrift.

1991 hatte ich für unser 1990 fertig gestelltes Haus im Rahmen der Gartenanlage eine Terrasse geplant und gebaut. Das Geld für ein aufwändiges Fundament für eine später zu errichtende Terrasse hatten wir uns während der Bauphase gespart.

Stattdessen hatten wir das Gelände nur wenig geglättet  und lediglich an den entsprechenden Stellen mit Hilfe eines geliehenen Erdkernbohrers und als Schalung eingesetzten HT-Rohren Punktfundamente gesetzt. Am linken Rand sind es ca. 25 cm, am rechten Rand ca. 120 cm bis zum Boden.

So sah die Unterkonstruktion beim Aufbau 1991 aus.

Zuunterst waren Balken (8x12cm) am Haus und auf den Punktfundamenten in Pfostenschuhen aufgelegt. Quer darüber lagen Balken (8x8cm). Hierauf kam dann die Decklage aus einseitig geriffelten Kiefernholzbrettern (100x19mm)

 

Hier sieht man ein Punktfundament, dass ich oben bereits beschrieben hatte, mit eingelassenem Pfostenschuh. Die alten Punktfundamente habe ich beibehalten und nicht erneuert. Die Löcher wurden damals mit einem Erdkernbohrer ca. 80 cm tief in den Boden gebohrt, ein 15er KG-Hausentwässerungsrohr eingesetzt, diese mit Beton verfüllt und die Pfostenschuhe eingesetzt. Den Beton hatte ich im Spießkübel mit grobem Kies, Sand und Zement selbst zubereitet. Im Nachhinein würde ich das so nicht mehr machen, sondern die Menge berechnen und den Beton fertig anliefern lassen. Da kann man sich viel Arbeit sparen. In ein Loch passen doch schon 56 Liter; das macht bei 10 Löchern immerhin schon etwas mehr als einen halben Kubikmeter.

Hier sieht man auch, dass ich die tragenden Balken nicht verschraubt habe; sie liegen lediglich auf dem Pfostenschuh auf. Sie sind allerdings an der Hausseite fixiert.

Nach Abnehmen der Nutzschicht, musste ich feststellen, dass der Zahn der Zeit auch an Teilen der Unterkonstruktion genagt hatte. Der Balken im Bild war aber erst gebrochen, nachdem ich draufgesprungen war, dennoch waren einige Balken ziemlich morsch. Wenn ich mich recht entsinne, hatte ich damals auf eine Kesseldruckimprägnierung verzichtet. Wenn's denn so war, weiß ich auch nicht, welcher Teufel mich da geritten hatte.