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Die VerbraucherZuerst hab ich mal alle Stromverbraucher aufgelistet und überlegt, welche ich messen kann, welche ich in der Vergangenheit bereits gemessen (und notiert) hatte und welche ich nur schätzen kann (geschätzte Nutzungszeit multipliziert mit der Leistung des Verbrauchers). Das habe ich dann konsequent auf alle Stromverbraucher in unserem Haus angewandt und alle Ergebnisse in einer Tabelle zusammengetragen. Ich glaube, dass ich kaum welche oder zumindest keine relevanten vergessen habe. Zumindest bin ich in der Summe in etwa auf den Monatsdurchschnittsverbrauch gekommen. Ein Messgerät (Cost Control), das schon jahrelang gute Dienste geleistet hatte, hat die Messungen nicht überlebt, nachdem unsere Spülmaschine auf den Prüfstand kam. Nach ein paar Tagen änderte sich die Anzeige im Display nicht mehr; Einstellungen ließen sich auch nicht mehr vornehmen. Hier hatte ich dann mit einem neuen Gerät (Energy Check 3000) mutigerweise eine neue Messung gemacht und festgestellt, dass die maximale Leistung während eines Spülgangs über 3 kW lag; das neue Messgerät, das auch den Maximalwert geliefert hat, hat es aber überlebt. Hier sieht man die Tabelle unserer Stromverbraucher, absteigend sortiert nach Verbrauch. Die Amortisation ist hier ohne Strompreiserhöhung gerechnet. Einzelne Geräte sind besonders kommentiert und per Link zu erreichen.
In einem Kuchendiagramm sieht es so aus:
Mit den drei bereits umgesetzten Maßnahmen (in der Tabelle grün markiert) lassen sich bereits ca. 1200 kWh im Jahr einsparen, was einer monetären Einsparung von etwa 230 Euro entspricht. Somit ist das gesteckte Ziel bereits erreicht. Das war ja einfach. Vielleicht hätte ich die Latte gleich etwas höher legen müssen. SpülmaschineAbgesehen davon, dass unsere alte Spülmaschine (Bauknecht, Baujahr 1995) mein Messgerät auf dem Gewissen hat, hat sie auch noch jede Menge Strom verbraucht. Gemessen hatte ich für das Eco- bzw. Kurzprogramm, das wir üblicherweise verwendet hatten, 2,6 kWh. Dabei wurden auch noch über 30 Liter Wasser verbraucht. Für neue Spülmaschinen sind hier üblicherweise Werksangaben 1,05 kWh und 12 Liter angegeben - ein enormes Einsparpotenzial. Da wir uns schon in Sachen Gefrierschrank umsahen, haben wir gleich noch die Spülmaschine mit auf die Liste gesetzt, um beim örtlichen Händler auch einen guten Preis zu bekommen. Dass die Spülmaschine Spitzenreiter im Verbrauch ist, hatte ich nicht erwartet. Den Verbrauch von 1,05 kWh kann ich für das Automatikprogramm 50°-65°C sogar bestätigen. Da hatte ich vermutet, dass man dies gar nicht so genau treffen könnte (Laborbedingungen, Normgedecke, Normverschmutzung usw.). Ich hatte vermutet, dass sich das wie beim Spritverbrauch bei Kraftfahrzeugen verhält; hier trifft man in der Regel nicht den DIN-Verbrauch auf 100 km. Solaranlage und HeizungAuf Platz zwei findet sich wider Erwarten unsere Sonnenkollektor- und Heizungsanlage. Insgesamt sind hier 6 Pumpen im Einsatz, wobei der Löwenanteil auf die Heizkreispumpe (bei uns: Wilo E15/1-5 (36-93 W) ) geht. Leider hatte ich das seinerzeit nicht beachtet und bin erst später auf die Idee gekommen. Jeder der eine neue Heizungsanlage oder eine neue Heizkreispumpe einbauen möchte, sollte bei der Anschaffung Wert auf eine besonders Energie sparende Pumpe achten. Unsere Pumpe ist im Jahr 2007 fast 4900 Stunden gelaufen - bei einer geschätzten durchschnittlichen Leistung von 50 Watt wurden etwa 250 kWh (Stromkosten: etwa 50 Euro) verbraucht. Die Hälfte ließe sich vermutlich einsparen => pro Jahr etwa 25 Euro. Bei einem Neukauf ist nur der Aufpreis zu sehen (360€ - 160€ = 200€) und die Kosten sind nach 8 Jahren (ohne Strompreiserhöhung gerechnet) wieder eingespielt. Anders sieht es bei einem Austausch aus - hier dauerte es dann etwa 15 Jahre :-(. Bei uns hatte die Pumpe letztlich gemuckt und transportierte kein warmes Wasser durch die Heizkreise. Ich hatte die Lagerschraube geöffnet und den Lauf korrigiert - anschließend wurden auch die Heizkreise wieder warm. Wir hatten jetzt mal eine Luftblase vermutet. Sollte es wieder einen Aussetzer geben, würde ich einen Garantieaustausch vorschlagen, aber bei der Gelegenheit eine Wilo Stratos Eco einbauen lassen (Testsieger bei Stiftung Warentest). Hat man noch ein altes Schätzchen im Rennen (eine ungeregelte Pumpe), macht es in jedem Fall Sinn, diese gegen eine moderne Energie sparende Pumpe zu ersetzen; da können bis zu 80% an Energie gespart werden. PCsDie PCs gehören bei uns mit zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Wir haben 3 Tower-PCs und 2 Notebooks. Hier könnte man bei den Tower-PCs überlegen, auf Notebooks zu wechseln, was bei den Jungs nicht auf Gegenliebe (Spiele) stößt. Bei meinem PC habe ich das bereits ins Auge gefasst. Da die Amortisationszeit aber mit etwa 10 Jahren bei einer doppelten Nutzungsdauer läge, macht ein Austausch eigentlich erst Sinn, wenn er sowieso "fällig" ist. Dann muss man wiederum nur den Aufpreis vom Tower zum Notebook rechnen: 200 € Mehrkosten für ein Notebook rechnen sich dann auf drei Jahre. So kann ich nur an meine Jungs appellieren, die Nutzung der Geräte einzuschränken und bei zwischenzeitlicher Nichtnutzung zumindest in den Standby-Betrieb zu wechseln. Einziger Trost: Die eingesetzte Energie wird in Wärme umgewandelt und kommt der Raumerwärmung zu Gute; sie ist nicht verloren. TrocknerBei einer 5-köpfigen Familie kommt Einiges an Wäsche zusammen. Da ist ein Trockner eine große Arbeitserleichterung. Den Luxus will ich meiner Frau nicht verwehren. Der Trockner wird aber nur etwa 1x pro Woche zum Trocknen der Kochwäsche benutzt. Es wird so noch genügend Wäsche auf die Leinen gehängt, speziell in den Sommermonaten auch draußen auf der Wäschespinne. GefrierschränkeDie Gefrierschränke waren eigentlich noch mal der Anlass gewesen, die Verbräuche zu überprüfen. Wir hatten einen ca. 12 Jahre alten Liebherr Gefrierschrank GS2684 (212 l) und den Vorgänger, einen kleinen Neff-Einbaugefrierschrank von 1980, der nur gelegentlich noch in Betrieb war. Zu meinem Schrecken hatte ihn meine Frau aus Platzgründen im Jahr 2007 in Dauerbetrieb genommen. Meine Messung hat dann 450 kWh Jahresverbrauch ergeben. Puh! Anschließend hab ich erneut den Liebherr gemessen: noch mal 450 kWh. Schon wieder Puh! Was tun? Erste Maßnahme: Da ich vom Isolieren der Kellerdecken gerade Styroporplatten zur Verfügung hatte, habe ich den alten Neff erst mal "eingepackt". Das ging ganz gut, weil er als ausrangierter Einbaugefrierschrank eh etwas nackig da rumstand. So bekam er eine Bodenplatte, zwei Seitenteile und einen Deckel aus 6 cm dicken Styroporplatten. Ergebnis nach neuer Messung: Einsparung von 50 kWh pro Jahr. Das macht ca. 9,60 Euro im Jahr bei minimalem Aufwand. Aber so richtig nach vorne gebracht hat mich das nicht. Also Stufe 2: Die Frau rumkriegen und Gelder im Haushalt loseisen. Das geht am Besten mit guten Argumenten, einer Tabelle und einer kleinen Grafik, die die Modelle vergleicht und gut verdeutlicht, dass sich ein neuer Gefrierschrank, der von der Größe her den Inhalt beider Altgeräte aufnehmen kann und zudem nur die Hälfte eines Einzelgerätes an Strom verbraucht, sich nach wenigen Jahren schon amortisiert:
Komischerweise brauchte ich gar nicht viel zu argumentieren. Einzige Bedingung, die meine Frau stellte: NoFrost müsste es sein, was mir zwar nicht gefiel, aber ich muss den Gefrierschrank ja auch nicht abtauen. Unglücklicherweise gibt es aber kaum Geräte, die gleichzeitig auch der Energieeffizienzklasse A++ angehören. Liebherr und Miele bieten solche Geräte an, kosten aber auch über 1000 Euro, die ich nicht anlegen wollte. Nach einigem Suchen stieß ich dann auf den Siemens GS36NA31 NoFrost, der alle Kriterien erfüllte:
Das war dann der sehr gute Kompromiss. Haken dran und beschafft. Nebenbei: Ein Gefrierschrank ohne NoFrost dürfte mit der Zeit vereisen und damit würde dann auch der Verbrauch wieder ansteigen. Abhilfe schafft dann allerdings ein Abtauen des Gerätes, was wieder zusätzliche Arbeit und Energieaufwand bedeutet. Der neue Gefrierschrank hat einen guten Einstand
gegeben: Der hochgerechnete Jahresverbrauch liegt derzeit bei 164 kWh
statt der erwarteten 242 kWh. Das liegt vermutlich an den kühlen
Temperaturen im Vorratskeller. Somit liegt die Einsparung bei 676
kWh pro Jahr (=130 Euro) durch den Austausch zweier Altgeräte
gegen einen neuen Gefrierschrank.
WaschmaschineUnsere Waschmaschine hatten wir seinerzeit mit Warmwasseranschluss gekauft. Komischerweise nahm sie beim Waschen kaum warmes Wasser. Von AEG erfuhren wir dann, dass nur bei der 90°-Kochwäsche der Warmwasseranschluss genutzt würde. Da hatten wir viel Geld ausgegeben und kaum einen Nutzen - wer macht denn heute noch 90°-Kochwäschen? Als Lösung habe ich jetzt einen Wanneneinlauf mit Thermostat vorgeschaltet. Diesen kann meine Frau dann je nach Wäsche auf "Kalt" (für 30°), "38°" (bis zum Schutzpunkt für 40°) und "Warm" (für 60°) stellen. Im Sommerhalbjahr haben wir ein Überangebot an warmen Wasser. Im Winterhalbjahr müsste man überlegen, ob es Sinn macht, auch die Spülgänge mit warmen Wasser zu machen. Das Ergebnis muss ich noch ermitteln. Meine Frau hat lediglich Befürchtungen, dass sie nach einer Kochwäsche vergessen könnte, die Temperatur herunterzudrehen, mit entsprechendem Ergebnis; dann dürfte der Inhalt vermutlich "hin" sein und ich darf mir dann etwas Nettes anhören ;-). DSL-RouterDen DSL-Router zu ersetzen, macht bei einer Amortisationszeit von über 20 Jahren eigentlich keinen Sinn. Allerdings ist der Drucker an meinem PC angeschlossen und so passiert es fast täglich, dass mein PC gestartet wird, damit eines meiner Kinder oder meine Frau eine Seite drucken kann. Und dann bleibt der Rechner womöglich auch noch bis zum Abend an. Ein DSL-Router mit USB-Anschluss für einen Netzwerkdrucker schafft hier Abhilfe und spart auch noch ein wenig Strom. FernseherWir nutzen die beiden Fernseher relativ wenig. Dafür verbringen wir relativ viel Zeit vor dem PC oder Notebook. Der Fernseher im Wohnzimmer verbraucht zudem im Standby-Betrieb nur 0,1 Watt/h; im Betrieb dann aber 115 Watt. |
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