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Der Appetit kommt beim Essen.
Vorher hatte die Terrasse eine Tiefe von ca. 3 m. In einem Anfall von
Übermut entschloss ich mich, sie jetzt um 60 cm größer zu machen.
Hier sieht man bereits den ausgekofferten Bereich (und die ersten
aufgelegten Balken). Auf dem 80x120mm-Balken aus
kesseldruckimprägnierter Fichte habe ich ein 45x72mm starkes
Konstruktionsholz aus Bankirai aufgedoppelt, weil hier die Deckbretter
im anderen Weg laufen sollten. |
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Hier sind die am Haus und auf den Punktfundamenten aufgelegten
Längsbalken zu sehen. Zum Teil aus kesseldruckimprägnierter
Fichte, zum Teil aus hochkant stehenden Bankirai-Dielen (45 x
145mm). Letztere musste ich im Eckbereich umplanen, weil hier eine
Nahtstelle (die "Zwillingsbretter" am linken Rand des
Bildes) der Dielen sein sollte und sich der 3,85 m lange
Fichtenholzbalken bereits stark verzogen hatte und daher nicht
mehr als Unterkonstruktion geeignet war. Im Nachhinein wäre es
wohl gescheiter gewesen, die Unterkonstruktion auch komplett in
Bankirai auszuführen.
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Das sind die Längsbalken im anderen Teil der Terrasse... |
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...und noch mal in der Übersicht. Wichtig ist es, hier schon das
Gefälle zu berücksichtigen, das bei 1-2% liegen sollte, damit Wasser
(und Schmutz) in den Nuten der Dielen gut ablaufen kann. Ich hatte 4 cm
auf 3,60 m Dielenlänge gewählt. Hierzu hatte ich mir eine einfache
Wasserwaage mit Laserpunkt gekauft, die ich auf den Pfostenschuhen
platzierte und so die Lage des Wandauflagebalken bestimmte. Da die
Pfostenschuhe nicht (mehr) auf einer Höhe lagen, musste ich zudem mit
passenden Unterlagen ausgleichen. |
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Nachdem die Längsbalken gelegt waren, kamen die Querbalken an die
Reihe, die ich mit einem Abstand von ca. 50 cm gelegt hatte. Am linken
oberen Rand kann man noch sehen, dass ich unsere Forsythie aussparen
musste. |
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Hier sieht man noch mal den gesamten Aufbau der Unterkonstruktion: An
der Hauswand hatte ich 80x120mm Balken an die Hauswand gedübelt. Dort
wurden die 80x120mm-Längsbalken aufgelegt und mit Pfettenankern
fixiert. Darüber kamen dann die 45x72mm Querbalken zu liegen, die ich
auch mit Pfettenankern befestigte, was eigentlich, auf Grund des hohen
Eigengewichtes des Bankirai-Holzes und der Verschraubung durch die
Dielen nicht nötig gewesen wäre. |
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In dem Bereich des 225°-Winkels liegen später die Dielen im Querweg.
Darum laufen hier die Unterkonstruktionshölzer zusammen. |
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...oder aus anderer Sicht. Die Balken müssen hier im Eckbereich mit
Gefälle vom Haus weg zum Garten und, weil die Dielen hier quer gelegt
werden, von der Mitte zu den Seiten. |
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Und von unten sieht es so aus. Ob der Enge habe ich hier Lochband
verwandt, um die Balken zu fixieren. |
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Das wollte noch verbaut werden (ein Teil lagerte noch in der Garage).
Allerdings hatte sich diese Art der Lagerung nicht als sehr geschickt
herausgestellt, weil wegen des feuchten Augusts (2006) immer wieder
Pauseneingelegt werden mussten. So fing es dann an, unter dem Holz zu
schimmeln. |
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Also hatte ich das Holz dann, nachdem die Längsbalken lagen umgelagert
und mit Lufträumen und Gefälle versehen. |
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Die Dielen hatte ich mit
Zwingen an die zuvor verlegten Dielen "gezwungen", was
unbedingt zu empfehlen ist, weil das Holz sehr hart ist. Als Abstandshalter zwischen den Dielen hatte ich Messing-Winkel in 3 mm
Stärke verwendet. Die Winkel hatten den Vorteil, dass sie mir nicht
zwischen die Dielen fallen konnten und auch leicht wieder herausgezogen
werden konnten. Also, erst die eine Seite fixieren, dann die
Abstandshalter einlegen und dann die andere Seite mit einer zweiten
Zwinge beiziehen. Ggf. kann eine dritte Zwinge helfen. |
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Drei mm Abstand ist ok, weil das Holz noch schwindet. Wenn es
bei der Verlegung allerdings sehr trocken sein sollte, sind drei mm
vielleicht etwas knapp, weil sich das Holz bei Feuchtigkeitsaufnahme wieder etwas ausdehnt. Das hatte ich bei den letzten Dielen nicht
beachtet als ich das bis dahin in der Garage gelagerte Holz verarbeitete;
bei diesem Holz hätte ich 5 mm Abstand nehmen sollen.
Irgendwann fragte ich mich dann, als die Dielen an einander stießen, ob
ich beim Verlegen die Abstandshalter vergessen hatte... |
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Als Abgrenzung zum Rasen und um nachrutschendes Erdreich zu verhindern
habe ich helle Granitpflastersteine (7x9) in Beton gesetzt. |
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Bei den markierten Stellen empfiehlt es sich, die etwas länger gesägten
Dielen mit einem Schnitt auf's rechte Maß zu bringen. Dazu habe ich ein
langes, gerades Brett mit Zwingen fixiert als Anlage verwendet und dann mit der
Kreissäge einen sauberen Schnitt durch alle Dielen gemacht. Bei den
Dielen, die im rechten Teil zu sehen sind, ist das nicht ganz so einfach (oder
man müsste die linken Dielen wieder aufnehmen). Hier braucht man aber nur ein
abgesägtes Dielenstück zu nehmen und kann dieses zum Anzeichnen der Winkel
für die rechten Dielen verwenden.
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Damit hinterher eine schöne Kante entsteht, sollte beim Anzeichnen und Sägen
viel Sorgfalt verwandt werden.
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Die Schnittkanten hatte ich angefast und mit wasserfestem Holzleim versehen.
Die Fase habe ich mit einem Winkelschleifer mit Schleifteller und
Schmirgelpapier ausgeführt. Der Elektrohobel war
bei diesem harten Holz nicht die geeignete Wahl. Der Holzleim versiegelt die
Schnittkante und verhindert oder verzögert die Rissbildung des Holzes.
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Die Ecke hatte ziemlich lange aufgehalten; dann ging's aber auf die Zielgerade.
Das Holz hatte ich dann mal wieder umlagern müssen, weil es jetzt hier im Weg
war.
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Als Schrauben hatte ich die abgebildeten V2A-Schrauben (4,5 x 60) von
RE-schraub verwendet, etwa 1000 an der Zahl. Sie können wider Erwarten von
einem magnetischen Bitaufnehmer gehalten werden. Ich hatte ursprünglich
vorgehabt, die alten V2A-Schrauben von der Fa. Würth wieder zu
verwenden. Sie sahen auch noch immer tadellos aus, waren aber nur 5 x 50 mm.
Weil die Dielen 25 mm dick und sehr hart waren, wollte ich 60 mm lange
Schrauben verwenden. Daher hatte ich die alten Schrauben nur für die
Unterkonstruktion eingesetzt. Hier hat es trotz Vorbohrens tatsächlich ein
paar Kopfabdreher gegeben.
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Hier sieht man eine einzelne Schraube. Das Vorbohren ist ob des hartem Holzes
unbedingt zu empfehlen, wenn man verhindern möchte, dass sich die Köpfe
abdrehen. Jeder Packung liegt auch ein passendes Torx-Bit bei. Die Schrauben habe ich mit
dem 16-Jahre-alten Bosch-Bohrhammer (im Schraubmodus) eingeschraubt und nicht
mit dem Akkuschrauber. Es gibt auch spezielle
Terrassenholzschrauben für Hartholz, die ohne Vorbohren direkt verschraubt
werden können; damit habe ich allerdings keine Erfahrung.
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Sehr hilfreich war ein Bohrer mit integriertem Senker, damit die
Schrauben sauber und plan eingeschraubt werden konnten.
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Durch Anlegen eines Brettes, das mit zwei Klemmen gehalten wird, lassen
sich alle Dielen sehr einfach mit einem Schnitt abschrägen. Hier sieht
man übrigens meinen Sohnemann, der für das Design dieser Homepage
sorgte.
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Auch wenn es im Prinzip kinderleicht ist und er den Schnitt gerne
gemacht hätte, wollte ich fast am Ende der Arbeiten kein Risiko
eingehen und hab den Schnitt dann doch lieber selbst gemacht.
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Dann ging es an die Treppe. Die Wangen habe ich oben auf dem letzten
Balken aufgelegt und unten auf einen einbetonierten Pfostenschuh
gesetzt. Den Pfostenschuh hatte ich an die Wange geschraubt,
ausgerichtet, fixiert und dann einbetoniert. Die inneren Schenkel der
beiden Pfostenschuhe habe ich weggeflext.
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Auf die Seitenteile habe ich die Halter für die Stufen geschraubt. Auf
diese Halter hatte ich die Stufen aus zwei hintereinander liegenden
Dielen geschraubt. Damit in den Rillen der Stufen kein Wasser stehen
bleibt, habe ich ein kleines Gefälle zu einer Seite vorgesehen und am
Rand in die Rillen ein Loch (6 mm) gebohrt und etwas angesenkt. Da werde
ich bei schönem Wetter noch eine Detailaufnahme erstellen und das Foto
nachliefern.
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Hier sieht man, wie die Wangen ausgeschnitten sind, damit sie auf einem
Tragbalken aufliegen können und die Dielen darüber bis an die Kante gelegt
werden können. Es empfiehlt sich für die Wangen und den Anschluss an
die Terrasse, vorher eine Detailzeichnung anzulegen, nicht dass es
hinterher heißt: "Dreimal abgeschnitten und noch zu kurz...".
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Hier wird der Handlauf erstellt. Dazu habe ich mit der Kreissäge, deren
Schnitttiefe ich auf halbe Handlaufstärke eingestellt hatte,
Aussparungen für das senkrechte Geländer gesägt. Das mit der
Kreissäge zu machen, war ein Versuch, der gut funktioniert hatte.
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Hier noch mal etwas deutlicher...
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...und hier das Gegenstück, das allerdings mit zwei Schnitten gemacht
wurde.
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Mal aus anderer Perspektive. Die Stufen sind bereits lose aufgelegt. Der
Schnitt an der Kante steht kurz vor der Ausführung.
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Zum Abschluss setzte ich noch ein Tor mit Zaunelement. Als Pfostenschuh
habe ich eine H-Form gewählt, den ich in das Pflaster mit einbetoniert
hatte.
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Damit der Pfosten während des Aushärtens des Betons auch sicher steht,
habe ich ihn mit zwei Leisten gestützt.
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Den Balken, an dem die Scharniere befestigt werden sollten, hatte ich an
die Hauswand geschraubt. Die Schlüsselschrauben hatte ich versenkt und
mit einer passenden Holzscheibe (gibt es sortiert in verschiedenen
Größen) verschlossen.
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Zur Versenkung eignet sich ein Forstnerbohrer ganz hervorragend.
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Zu oberst kommt ein Deckelchen, damit das Regenwasser ablaufen kann. Da
die Spitze sehr stark dem UV-Licht ausgesetzt ist, kann es in ein paar
Jahren einfach ersetzt werden, wenn es verwittert ist. Es muss dann
nicht der ganze Balken getauscht werden.
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So, das war's erst mal von der Bauphase.
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